1984 in Herne geboren und aufgewachsen in Bochum, begann Nadia Migdal im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenspiel und wurde mehrfach erste Preisträgerin beim Musikwettbewerb «Jugend musiziert». Die ebenfalls angestrebte Eishockeykarriere brach sie ab, als sie mit zwölf Jahren zum ersten Mal eine Vorstellung im Schauspielhaus Bochum sah. Noch während des Abiturs spielte sie dort diverse Rollen.

2005 begann sie ihre Schauspielausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste, welche sie 2010 mit dem Master abschloss. Nach Inszenierungen am Schauspielhaus Zürich und am Theater der Künste Zürich wurde sie noch während ihres Studiums ans Landestheater Tübingen engagiert.

2007 erhielt sie den Förderpreis der Armin-Ziegler-Stiftung, und beim Theatertreffen deutsch-sprachiger Schauspielschulen 2008 gewann sie mit der Musiktheaterproduktion «You must remember this» den Ensemble- sowie den Publikumspreis. 2011 wurde sie in der Fachzeitschrift «Theater heute» als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert.

2013 zog Nadia Migdal nach Wien und arbeitete unter anderem als Gast am Salzburger Landestheater, bei den Klosterspielen Wettingen, am Theaterhaus Gessnerallee in Zürich sowie am Wiener Burgtheater.

Von 2015 bis 2017 war sie am Theater Trier engagiert. Seit 2017 arbeitet sie freischaffend in unterschiedlichen Konstellationen: u.a. mit dem Korso.op Kollektiv, Prinzip Gonzo sowie der israelischen Künstlerin Tahel Ran. Sie erhielt zusammen mit Gina Haller für die Arbeit an einem eigenen Projekt eine Artist Residency in Herzliya, Israel und arbeitet zudem für Film und Fernsehen. Sie lebt zurzeit in Bochum und Tel Aviv.

Auszeichnungen

 

2017 Nominierung Deutscher Comedypreis für «Knallerkerle»

2011 Nominierung Beste Nachwuchsschauspielerin «Theater heute»

2008 Ensemble- und Publikumspreis Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielschulen

2007 Förderpreis der Armin-Ziegler-Stiftung

Theater

Freischaffend 2017-

 

Korso-op «Tristesse Royale» ∙ Marchand/Migdal/Schopka ∙ Bakunin ∙ Korso-op, Saarbrücken

Prinzip Gonzo «GAME OVER» ∙ Prinzip Gonzo ∙ Aléya ∙ Saarländisches Staatstheater

Korso-op «Das Folgenreich» ∙ Marchand/Migdal/Schopka ∙ Isa ∙ Korso-op, Saarbrücken

Goetz «Blutsschwestern» ∙ Goetz ∙ Valerie ∙ Wild Wendy Productions, Zürich

 

Theater Trier 2015-2017

 

Molière «Molière» ∙ Thorleifur Örn Arnarsson ∙ Elmire

Mann «Der Zauberberg» ∙ Christina Friedrich ∙ Frau von Mallinckrodt

Bernstein «Peter Pan» ∙ Róbert Alföldi ∙ Tinker Bell

Shakespeare «Das Wintermärchen» ∙ Marco Štorman ∙ Florizell

Migdal «Portrait: Róża und Leon» ∙ Nadia Migdal ∙ Nadia Migdal

Jacoby und Laufs «Pension Schöller» ∙ Lydia Bunk ∙ Josephine Krüger 

Goethe «Faust 1» ∙ Ronny Jakubaschk ∙ Gabriel

Verne «In 80 Tagen um die Welt» ∙ Annette Raffalt ∙ Miss Fix

Senkel und Zaimoglu «Schwarze Jungfrauen» ∙ Jakub Gawlik ∙ Jungfrau

Schwab «Präsidentinnen» ∙ Anne Sokolowski ∙ Grete

Wilde «Bunbury» ∙ Gerhard Willert ∙ Gwendolyn Fairfax

 

Freischaffend  2013-2015

 

Goethe «Faust 1 & 2» ∙ Carl Philip von Maldeghem ∙ Gott ∙ Salzburger Landestheater

Rudnick «Die nackte Wahrheit» ∙ Marco Dott ∙ Sissy ∙ Salzburger Landestheater

Shakespeare «Viel Lärm um nichts» ∙Thorleifur Örn Arnarsson ∙ Hero ∙ Klosterspiele Wettingen

Andersen «Die Schneekönigin» ∙ Annette Raffalt ∙ Wolke ∙ Burgtheater Wien

Cromme «Fernwärme» ∙ Katharina Cromme ∙ Medea ∙ Theaterhaus Gessnerallee Zürich

 

Landestheater Tübingen  2009-2013

 

Medwedew «Irina - Eine Friseuse / Die Kröte» ∙ Elina Finkel ∙ Irina / Kröte

Hoffmann «Kleines Zaches, genannt Zinnober» ∙ Christina Rast ∙ Frau Rosenschön

Bechtel «68» ∙ Clemens Bechtel ∙ Gudrun Ensslin

Zeller «Gespräche mit Astronauten» ∙ Marion Schneider-Bast ∙ Olanka

Zeh «Corpus Delicti» ∙ Jenke Nordalm ∙ Mia Holl

Shakespeare «Troilus und Cressida» ∙ Simone Sterr und Ralf Siebelt ∙ Cressida

Bulgakow «Der Meister und Margarita» ∙ Thorleifur Örn Arnarsson ∙ Margarita

Lausund «Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner» ∙ Ralf Siebelt ∙ Christine

Sartre «Die schmutzigen Hände» ∙ Alexander Nerlich ∙ Jessica

Hübner «Die Firma dankt» ∙ Paul-Georg Dittrich ∙ Naomi

Moodysson «Zusammen!» ∙ Maria Viktoria Linke ∙ Lena / Margit

Goldoni «Der Diener zweier Herren» ∙ Michael Helle ∙ Smeraldina         

 

Schauspielstudium  2005-2010

 

Crimp «Weniger Notfälle» ∙ Moritz Schönecker ∙ Eins ∙ Junges Schauspielhaus Zürich

Stierle u.a. «You must remember this» ∙ Sophie Stierle ∙ Frau ∙ Theater der Künste Zürich

Freyer u.a. «Porno für Anfänger» ∙ Andreas Kriegenburg ∙ Jürg ∙ Theater der Künste Zürich

Clavadetscher «Gemeinsam» ∙ Sophie Stierle ∙ die Frau ∙ Schauspielhaus Hamburg

 

Schauspielhaus Bochum  2003-2005

 

Wedekind «Lulu» ∙ Christina Paulhofer ∙ Scarlett

Lorca «Bluthochzeit» ∙ Jürgen Kruse ∙ erstes Mädchen

Ionesco «Die kahle Sängerin» ∙ Moritz Schönecker ∙ Mrs. Smith

Büchner «Leonce und Lena» ∙ Jan Philipp Gloger ∙ Rosetta

 

Film/TV

«Knallerkerle» (2 Staffeln) ∙ Sat 1 ∙ Antoine Monot Jr. ∙ Hauptcast ∙ 2016-2018

«Seekrieg» ∙ moonwolf production ∙ Norman Schenk ∙ Gabi (Hauptrolle) ∙ 2014

«Am besten Südwesten» ∙ Imagefilm SWR ∙ Frank Schneider/Isa Prahl ∙ Hauptrolle ∙ 2012

«Aus.Lauf» ∙ Masterabschlussprojekt ZHdK ∙ Nadia Migdal ∙ Tanja Kling (Hauptrolle) ∙ 2009

«Herr der Lage» ∙ Hochschule Luzern ∙ Antshi von Moos ∙ Frau ∙ 2009

«Gender Studies» ∙ Kurzfilm ZHdK ∙ Monica Amgwerd ∙ Tessa (Hauptrolle) ∙ 2008

«The frog and the princess» ∙ FAMU Prag ∙ Pernella Raffalt ∙ Princess (Hauptrolle) ∙ 2007

 

Weiteres

«und ich bin ich denn ich - Komponistinnen und Dichterinnen im Dialog» Schumannfest Bonn 2019

«Thank you for your tragedy I need it for my art» Artist Residency Herzliya, Israel 2018

«Als ob´s ein Leben wär - Lyrik, Lieder und Briefe der jüdischen Dichterin Ilse Weber» Lesung, seit 2004 

Ausbildung

 

Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) 2005-2010
Master of Arts
Fähigkeiten

 

Geige (professionell)

Klavier

Eishockey

Tischtennis

Billard

Sprachen

 

Deutsch

Englisch

Schwedisch

Hebräisch

Französisch

Spanisch

© 2019 by Nadia Migdal. Created with Wix.com

  • Facebook Social Icon